Zitronenfalter

Falter-Beschreibung
Der Zitronenfalter gehört zu den bekanntesten Schmetterlingen. Er kann jedoch leicht mit anderen gelben Faltern verwechselt werden. Die Flügeloberseite des Zitronenfalters ist beim Männchen intensiv zitronengelb, beim Weibchen blasser gelb-grünlich gefärbt. Die Flügelunterseiten ziert ein brauner Fleck.

Raupen-Beschreibung
Die Zitronenfalter-Raupe ist grün und tragen an den Seiten einen mattweissen Streifen. Der ganze Körper ist zudem fein schwarz punktiert.

Lebensraum
Der Zitronenfalter fliegt an Hecken, Waldrändern, in lichten Wäldern und in waldnahem, buschigem Gebiet. Er ist ein eifriger Blütenbesucher, wozu er auch gerne in Gärten fliegt. Hier sind blumenreiche Rabatten, Wiesen, Krautsäume und Ruderalflächen wichtige Kleinlebensräume. Als Einzelgänger wandert er in seinem grossen Verbreitungsgebiet umher und kann bis gegen 2500 müM gefunden werden.

Futterpflanzen
Die Raupen leben bis zur zweiten Häutung vorwiegend auf der Blattunterseite von Faulbaum oder Kreuzdorn, wobei sowohl Sträucher an sonnigen wie an schattigen Stellen für die Eiablage ausgewählt werden.
Zitronenfalter vagabundieren durch das Gelände auf der Suche nach Futterpflanzen. Sie haben eine ausgesprochene Vorliebe für Wildstauden-Blüten. Im Gegensatz zu vielen gefährdeten Faltern ist der Zitronenfalter nicht auf bestimmte Nektarpflanzen spezialisiert.

Jahreszeitliches Auftreten
Der Falter überwintert im Freien, beispielsweise in dichtem Efeubewuchs am Fusse von Bäumen und Fassaden. Durch Reduktion des Körperwassers schützt er sich vor Frost. Im zeitigen Frühling ist er einer der ersten Schmetterlinge, der bei milder Witterung bereits Ende Februar gefunden werden kann.
Die Entwicklungsdauer von Ei, Raupe und Puppe ist individuell sehr verschieden. Dadurch können im Frühsommer gleichzeitig überwinterte und frisch geschlüpfte Falter, Eier und Raupen in allen Entwicklungsstadien und Puppen gefunden werden.

Verbreitung und Gefährdung
Der Zitronenfalter ist in der ganzen Schweiz verbreitet und meist nicht selten. Trotzdem droht ihm durch das weit verbreitete Ausholzen wirtschaftlich nutzloser Wildstrauch-Arten aus Hecken und Wäldern zunehmend Gefahr. Erstaunlich ist, dass der Zitronenfalter in bestimmten Quartieren der Stadt Luzern noch recht regelmässig zu sehen ist, obwohl die Raupen-Futterpflanzen in Gärten kaum zu finden sind. Möglicherweise hängt das mit den vielen Efeuwänden und dem milden Stadtklima im Winter zusammen, die als Überwinterungsquartiere attraktiv sind.

Schutz- und Fördermassnahmen
Anstelle von Forsythien, Kirschlorbeer und anderen exotischen Heckenpflanzen sollten Gartenbesitzer/innen einheimische Wildsträucher insbesondere Faulbaum und Kreuzdorn pflanzen.

Spezielles
Der Zitronenfalter ist Rekordhalter, was Langlebigkeit betrifft: Während die meisten Schmetterlinge höchstens einige Wochen alt werden, lebt der Zitronenfalter fast ein Jahr lang. Das schafft er nur, weil er sowohl im Winter als auch im Sommer eine Ruhepause einlegt.
Nach der Überwinterung findet die Paarung statt. Ihr geht ein gemeinsamer, tanzender Balzflug voraus.


© Fotos Wikipedia


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