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Wie unterscheidet man Reptilien?

Eidechsen, Schildkröten und Schlangen gehören zu den Reptilien, während Frösche, Molche und Salamander zu den Amphibien gehören. Reptilien haben im Gegensatz zu Amphibien eine trockene, schuppenbedeckte Haut. Amphibien schützen sich mit giftigen, schleimigen Sekreten vor Hautpilzen und gegen ihre Fressfeinde. In der Regel bevorzugen Reptilien eher trocken-warme, sonnige Standorte, während Amphibien eher feuchte und nasse, schattige oder wechselnd besonnte Standorte lieben. Auf Natursteinmauern werden Sie vermutlich am Mauer- oder Zauneidechsen beim Sonnenbad beobachten können.


Zauneidechse
© Foto Thomas Meienberg

Verwechseln von Eidechsen und Salamandern
Verwechslungsgefahr besteht allenfalls zwischen Eidechsen, Salamandern und Molchen. Salamander sind jedoch stets schwarz, wobei der Feuersalamander eine auffällige gelbe Zeichnung hat, die beim kleineren Alpensalamander fehlt. Salamander halten sich im Gegensatz zu Molchen nie in Gewässern auf, höchstens einmal an einem Ufer, denn sie sind schlechte Schwimmer. Molche - und ganz besonders der häufige Bergmolch - sind deutlich kleiner (9 12 cm lang) und im Frühling meistens in Gartenweihern, in deren Umgebung oder feuchten Stellen (manchmal auch in Waschküchen) zu finden. Sie sind am orange-rötlichen Bauch zu erkennen, der besonders bei Männchen deutlich sichtbar ist. Zudem hat der Bergmolch einen flachen Schwanz zum Schwimmen. Eidechsen wirken sehr grazil und sind äusserst flink. Bei Gefahr verschwinden sie blitzschnell in einer Mauerritze oder in einem Unterschlupf. Kurzportraits von Eidechsen und Schlangen finden Sie nachfolgend.


Alpensalamander
© Foto Thomas Meienberg

Verwechseln von Blindschleichen und Schlangen
Blindschleichen sind keine Schlangen, sondern Eidechsen. Ihre Extremitäten sind verkümmert, im Skelett aber noch vorhanden. Der Kopf ist kaum vom übrigen Kopf abgesetzt, während der Kopf bei Schlangen deutlich vor dem Hals steht. Schlangen (z.B. Ringelnattern) haben zudem am Bauch eine Reihe breiter Bauchschilder, während Blindschleichen rund herum kleine Schuppen besitzen.

Blindschleiche
Blindschleiche
© Foto Thomas Meienberg


Vorkommen in der Stadt Luzern
Während Blindschleichen auf Stadtgebiet noch recht verbreitet sind, ausser im dicht bebauten innenstädtischen Bereich, beschränken sich die Vorkommen der übrigen Reptilienarten auf wenige Standorte. Mauereidechsen finden wir vor allem auf dem Gelände des Luzerner Güter- und Rangierbahnhofs, von wo sie sich in den letzten Jahren den Bahnlinien entlang und in angrenzende Quartiere ausgebreitet haben. Zauneidechsen finden wir hauptsächlich entlang der Bahnböschungen zwischen Verkehrshaus und Meggen sowie auf dem Dietschiberg. Ringelnattern bevorzugen Feuchtgebiete. Deshalb können sie am ehesten am Rotsee oder auf der Allmend beobachtet werden.

Falls Sie Hilfe bei der Bestimmung der beobachteten Kriechtiere brauchen, klicken Sie einfach im Meldeformular auf den Artnamen und finden Kurzbeschreibungen mit Fotos.

Mehr über Reptilien und Amphibien finden Sie unter www.karch.ch.

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Weitere Informationen:
Lebensraum Natursteinmauer in Gefahr
Wertvolle Tipps rund um den Lebensraum Natursteinmauer!
Luzerner Natursteinbörse

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