Tagpfauenauge

Falter-Beschreibung
Das Tagpfauenauge gehört zu den bekanntesten Schmetterlingen und kann praktisch mit keiner anderen Art verwechselt werden. Die Flügeloberseite ist rostbraun bis rötlich; auf jedem Flügel findet sich ein charakteristischer Augenfleck. Die Flügelunterseite ist dunkelbraun bis schwarz marmoriert.

Raupen-Beschreibung
Die Raupe ist samtschwarz und hat feine weisse Punkte. Die Dornen und der Kopf sind ebenfalls schwarz.

Lebensraum
Das Tagpfauenauge ist in vielen Lebensräumen zu Hause, sowohl in sehr trockenen wie auch in feuchten. Es bevorzugt Waldnähe, wird aber auch im Siedlungsraum angetroffen. Zwei Faktoren müssen aber erfüllt werden: grössere Brennnesselbestände und ein reichhaltiges Blütenangebot. Dies findet er im Garten wohl nur an wenig genutzten und extensiv gepflegten Randflächen.

Futterpflanzen
Die jungen Raupen leben gesellig, heften sich mit Spinnfäden quasi aneinander und bilden Raupennester. Diese sind ausschliesslich an Brennnesselbeständen in Waldnähe und an feuchten Stellen zu finden.
Bevorzugte Futterpflanzen finden die wenig spezialisierten Falter in Feuchtwiesen ebenso wie an trockenen Orten. Auch in Kleefeldern nimmt der Falter gerne Nektar auf. Im Garten erscheint das Tagpfauenauge oft auf Sommerflieder, Herbstastern, Tagetes und anderen Zierblumen. Nach dem Überwintern bieten blühende Krokus, Salweiden und andere Weidenarten eine erste Nahrungsquelle.

Jahreszeitliches Auftreten
Das Tagpfauenauge überwintert in Baum- oder Felshöhlen, Naturkellern, Scheunen, Gebäuden und fliegt schon im Februar/März wieder umher. Im Mittelland bildet das Tagpfauenauge zwei, manchmal drei Generationen, wobei die letzte Generation als Falter überwintert.

Verbreitung und Gefährdung
Das Tagpfauenauge kommt fast überall in der Schweiz und bis auf Höhen von über 2500 müM vor, an vielen Orten aber weniger häufig als früher. Seine Gefährdung ist relativ gering. Mit dem besseren Isolieren und Abdichten von Ritzen in Schuppen, Ställen und Gebäuden werden ihm aber geeignete Überwinterungsmöglichkeiten genommen. Denn das Tagpfauenauge überwintert gerne in Dachstöcken – auch mitten im Stadtgebiet.

Schutz- und Fördermassnahmen
Folgende Massnahmen fördern das Tagpfauenauge:

Spezielles
Die dunkle Flügelunterseite verleiht dem Falter in Ruhestellung eine gute Tarnung. Bei Störung schlägt der Falter die Flügel unerwartet auf und erzeugt durch die vier auffälligen Augen eine Warnwirkung. Das Reiben der Flügel ist dabei als deutliches Rascheln hörbar.



© Fotos Sebastian Meyer / Wikipedia

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