Schwalbenschwanz

Falter-Beschreibung
Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) gilt als der schönste und auffälligste Schmetterling in ganz Europa. Seine gelb-schwarz gemusterten Flügel tragen am Hinterende die namensgebende Verlängerung.

Raupen-Beschreibung
Die unbehaarte Raupe wird nach der dritten Häutung unverkennbar grün mit schwarzen Binden und orange-roten Punkten. Im Volksmund heisst sie "Rüebliraupe".

Lebensraum
Der Schwalbenschwanz ist als guter Flieger in verschiedenen Lebensräumen anzutreffen: im Kulturland, an Waldrändern, in Feuchtgebieten und häufig auf Ruderalflächen und Trockenwiesen. Im Siedlungsraum finden wir ihn in Gemüsegärten, auf gut besonnten, eher mageren Blumenwiesen und auf Kiesplätzen.

Futterpflanzen
Die Raupe ist oft an Doldengewächse wie Wilde Möhre, Karottenkraut, Fenchel, Sellerie, Petersilie, Dill, Wiesen-Kümmel, Liebstöckel, aber auch an Pastinak, Sumpf-Haarstrang, Hirschwurz, Hallers Laserkraut und anderen Futterpflanzen anzutreffen.
Der Schwalbenschwanz besucht ein sehr breites Spektrum an Nektarpflanzen: Witwenblumen, Skabiosen, Flockenblumen und andere.

Jahreszeitliches Auftreten
Der Schwalbenschwanz fliegt in der Regel in zwei Generationen pro Jahr: die erste Generation von April bis Juni, die zweite von Juli und Oktober, und nur ausnahmsweise eine dritte im September.

Verbreitung und Gefährdung
Der Schwalbenschwanz ist in der ganzen Schweiz verbreitet, allerdings unterschiedlich häufig, je nach Gebiet. Die stetige Verdrängung naturnaher Wiesen und Riedflächen durch intensives Kulturland und der Einsatz von Insektiziden haben in verschiedenen Gebieten bereits zu einem Rückgang der Art geführt.

Schutz- und Fördermassnahmen
Für eine langfristige Erhaltung des Schwalbenschwanz-Bestandes sind extensiv bewirtschaftete, magere Wiesen, Buntbrachen und Krautsäume unabdingbar. Auf den Einsatz von Insektiziden sollte mindestens im Gemüsegarten verzichtet werden.

Spezielles
Der Schwalbenschwanz gilt als ausbreitungsfreudige, vagabundierende Art. Distanzen von 5 km können entlang geeigneter Strukturen problemlos überwunden werden.
Die ausgewachsenen Schwalbenschwänze sind für ihr "Hilltopping" bekannt. An markanten Erhebungen wie Hügeln, Bergkuppen oder Burgruinen segeln sie immer wieder auf der Suche nach Geschlechtspartnern den Hang hinab.
Bei Berührung reagiert die Raupe mit ruckartigen Bewegungen des Vorderleibs. Oft wird dabei die orange-rote Nackengabel ausgestülpt, von der ein eigenartiger Geruch ausströmt.



© Fotos Sebastian Meyer / Thomas Röösli


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