Aurorafalter

Falter-Beschreibung
Das Aurorafalter-Männchen ist als Frühlingsschmetterling mit seinen von weitem sichtbaren, orange-roten Vorderflügelecken eine bekannte Erscheinung. Die rötliche Färbung gab dem Falter den Namen. Denn die römische Göttin der Morgenröte heisst Aurora.
Beim Weibchen fehlt diese Orangefärbung. Die Flügelunterseiten sind bei beiden olive-grün marmoriert.

Raupen-Beschreibung
Die Raupe des Aurorafalters ist sehr lang und schlank, blaugrün gefärbt, mit einem weissen Seitenstreifen und feinen schwarzen Punkten.

Lebensraum
Der Aurorafalter fliegt im Flachland an Waldrändern, auf sonnigen Waldlichtungen, im Garten auch auf Krautsäumen, blumenreichen Wiesen, kiesigen Plätzen und anderen, "ungepflegten" Randstrukturen.

Futterpflanzen
Die Aurorafalter-Raupe lebt auf verschiedenen Kreuzblütlern, in der Stadt Luzern vor allem auf Knoblauchhederich und seltener auf Schaumkräutern.
Als Nektarquelle für die Falter dienen vorwiegend die blühenden Raupenfutterpflanzen.

Jahreszeitliches Auftreten
Diese kleine Weisslings-Art hat nur eine kurze Flugzeit von höchstens acht Wochen.
Der Aurorafalter fliegt schon Ende April und bis in den Juli hinein; Hauptflugzeit ist der Spätfrühling.

Verbreitung und Gefährdung
Der Aurorafalter ist in der ganzen Schweiz bis auf etwa 2000 müM verbreitet und recht häufig. Selbst in Gärten am Siedlungsrand kommt er regelmässig vor. Im Gegensatz zu alpinen und subalpinen Gebieten ist der Aurorafalter im Mittelland stellenweise nur noch vereinzelt anzutreffen.

Schutz- und Fördermassnahmen
Heckenkrautsäume und Weg-begleitende Wiesenstreifen sind wichtige Kleinlebensräume für den Aurorafalter. Diese sollte man über den Winter bis zum nächsten April stehen lassen, da Aurorafalter als Puppe überwintern und erst im April schlüpfen.

Spezielles
Bei der Eiablage haben die Weibchen einen eigenartigen, Kolibri-artigen Flug. Sie verlassen dazu oft ihr angestammtes Fluggebiet und können weit davon entfernt beobachtet werden.



© Fotos Thomas Meienberg


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